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 Betreff des Beitrags: Rosenkreuzer
BeitragVerfasst: 07.06.2009 18:24 
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Rosenkreuzer nennt man die Mitglieder einer geheimen, mystischen Gesellschaft (mitunter auch als Orden bezeichnet) deren Anfänge im 17. Jahrhundert liegen. Die Lehrinhalte der Rosenkreuzer bestehen aus alchemistischen, hermetischen und kabbalistischen Elementen. Entsprechend der Gründungslegende ist Frater C. R. Begründer des Ordens der Rosenkreuzer. Besondere Aufmerksamkeit erregte diese Gesellschaft durch die Veröffentlichung dreier gesellschaftskritischer und reformatorischer Manifeste. Das erste Manifest mit dem Titel „Allgemeine und General Reformation der gantzen weiten Welt. Beneben der Fama Fraternitatis, Deß löblichen Ordens des Rosenkreutzes, an alle Gelehrte und Häupter Europä“, kurz Fama Fraternitatis, wurde 1614 veröffentlicht. Danach folgten 1615 die Confessio Fraternitatis und 1616 die Chymische Hochzeit. Als Autor gilt der Theologe Johann Valentin Andreae.

Unter den heutigen Rosenkreuzern fasst man mehrere diskrete Gesellschaften zusammen, die sich auf jene alte Tradition der Rosenkreuzer des 17. Jahrhunderts berufen.

Johann Valentin Andreae und Beginn der Rosenkreuzer-Bewegung
Als Urheber von Fama Fraternitatis, Confessio Fraternitatis und der Chymischen Hochzeit gilt der evangelische Theologe Johann Valentin Andreae. Eine weitere Theorie besagt, dass er innerhalb eines Gelehrtenkreises, dem Tübinger Kreis, lediglich an der Veröffentlichung mitgewirkt habe. Innerhalb des Tübinger Kreises wurde der Gedanke einer „Generalreformation“ der ganzen Welt entwickelt, die eine Erneuerung des ins Stocken gekommenen reformatorischen Gedankens anstrebte, 100 Jahre nach der Reformation durch Luther.

Fama Fraternitatis

Die Fama Fraternitatis erschien 1614 ohne Autorenangabe. Sie ist ein kurzer Abriss der Lebensgeschichte des legendären Fraters C.R., der sein im Nahen Osten und in Afrika gesammeltes Wissen in Europa weiterzugeben versucht, aber an der Borniertheit der europäischen Gelehrten scheitert. Frater C.R. – so die Legende – gründet nach seiner Reise eine eigene geheime Bruderschaft, um die besonderen Kenntnisse zu bewahren, die er auf seiner Reise angesammelt hat. Als Zufluchtsstätte dienten den Brüdern das Haus Sancti Spiritus. Die Mitglieder der Bruderschaft verteilen sich in Europa, während das Grab des Ordensstifters in Vergessenheit gerät. Im Jahre 1604, 120 Jahre nach dem Tod von Frater C.R., findet die dritte Generation der Bruderschaft im selben Haus die Begräbnisstätte samt Leichnam des Gründers wieder.

Die Legende zur Entdeckung des Leichnams von Frater C. R. beruht auf der Erzählung des verborgenen Grabes des Hermes Trismegistos und damit der Wiederentdeckung der Tabula Smaragdina:

„Verba Secretorum Hermetis, quae scripta erant in Tabula Smaragdi, inter manus eius inventa, in obscuro antro, in quo humatum corpus eius repertum est. – Die Worte der Geheimnisse des Hermes, die in die Smaragdtafel graviert waren (wörtl.: ...welche auf die S. geschrieben waren), wurden zwischen seinen Händen gefunden, in einer verborgenen Höhle, die seinen menschlichen Körper wieder zum Vorschein brachte.“

– Tabula Smaragdina: Satz 1

Ähnlich wie in der Tabula Smaragdina steht mit der Wiederentdeckung des Grabes ihres verehrten Frater C.R. auch die Wiedererweckung der Bruderschaft in Verbindung. So heißt es im Original der Fama Fraternitatis:

„Hierinn funden wihr auch sein Itinerarium und Vitam, darauß dieses meisten theils genommen: In einem andern Kasten waren Spiegel von mancherley Thugend, also auch anderetwa Glocklein, brennende Ampeln, sonderlich etliche wunder künstliche Gesänge, in gemein alles dahin gerichtet, daß auch nach viel 100. Jahren, da der gantze Orden oder Brüderschafft solle zu grund gehen, selber durch solch eynig Gewölb wiederumb zu restituiren were[...]“

– Fama Fraternitatis (1614): S. 117

Die Fama Fraternitatis ist eingebettet in eine anonyme Schrift mit dem Titel “Allgemeine und General Reformation der ganzen weiten Welt. Beneben der Fama Fraternitatis”. Der erste Teil, die Reformation, ist eine satirische Fabel, die die Generalreformation, wie sie im Umkreis von Johann Valentin Andreae behandelt wurde, zum Thema hat. Sie wurde unverändert aus dem bereits 1612 erschienenen Werk - De' ragguagli di Parnasso - Ankündigungen vom Parnass - des Traiano Boccalini übernommen. Bereits um 1604 war eine vorgefertigte Handschrift zur Fama Fraternitatis im Umlauf. Andreae war zu diesem Zeitpunkt seit 1601 Student an der Universität Tübingen. Da er zum engeren Freundeskreis Christoph Besolds gehörte, übte dieser enormen Einfluss auf ihn aus. Es wird angenommen, dass Besold auch Kontakte zu Anhängern Simon Studions pflegte. Simon Studion war selbst Absolvent der Universität Tübingen und verfasste zu jener Zeit die Naometria, die 1604 veröffentlicht wurde – zeitgleich mit der in der Fama beschriebenen Graböffnung. In der Naometria wurden ebenfalls Ideen einer angestrebten geistigen Reformation und Umwälzung der Gesellschaft dargelegt. Studion nutzt dazu in seinem Werk die Symbole Kreuz und Rose und erwähnt eine Gesellschaft mit Namen „Militia Crucifera Evangelica“. Von manchen wird diese Gesellschaft als Vorläufer der späteren Rosenkreuzerbruderschaft angesehen, die sich zum Schutze und der Reinheit des christlichen Glaubens formierte.

Confessio Fraternitatis

Die Confessio Fraternitatis erschien 1615 ohne Autorenangabe. Der volle lateinische Titel war “Confessio Fraternitatis R. C. Ad Eruditos Europae”, der volle deutsche Titel “Confession oder Bekandnuß der Societet und Brüderschaft R. C. An die Gelehrten Europae”.

In dieser erst auf Latein, kurz darauf auch auf Deutsch, erschienenen Schrift, meldet sich die Gesellschaft des Rosenkreuzes nun – nach der Fama – erneut zu Wort. Im Grunde wird der erste Aufruf an die europäische Geisteswelt, die Verfasser zu kontaktieren, wiederholt. Die Confessio ist einerseits stark von protestantischem Geist beeinflusst: Der Papst wird angegriffen und das Bibellesen als wesentlicher Zugang zur rosenkreuzerischen Gesellschaft propagiert. In der Confessio werden auch zum ersten Mal die Geburts- und Sterbensdaten des angeblichen Gründers, 1378–1484, erwähnt. Andererseits kann die Schrift aber auch satirisch interpretiert werden: Sie ergeht sich über drei Viertel der Länge in Andeutungen über das geheime Wissen der Gesellschaft, um dann gegen Ende zu warnen vor den „meisten Büchern der falschen Alchimisten, die es für einen Scherz und eine Kurzweil halten, wenn sie […] mit wunder-seltsamen Figuren und dunklen, verborgenen Reden die Leute betrügen und die Einfältigen um ihr Geld bringen“, nicht ohne dann noch einmal festzustellen: „Meidet und fliehet solche Bücher, die ihr gewitzt seid, und wendet euch zu uns, die wir nicht euer Geld suchen, sondern unsere großen Schätze euch gutwillig anbieten.“

Die Fama und die Confessio verursachten in Europa ein gewaltiges Echo: Zwischen 1614 und 1625 erschienen mehr als vierhundert Drucke zum Thema. Die jeweiligen Verfasser wollten mit der Bruderschaft Kontakt aufnehmen, Kritik oder Zustimmung äußern oder feststellen, dass ihrer Meinung nach die Gesellschaft nicht existiere.

Chymische Hochzeit
Die Monas-Glyphe ist auf der Titelseite der Chymische Hochzeit zu sehen und geht auf den Hofastronomen und Mystiker John Dee zurück

Im Jahre 1616 erschien die Chymische Hochzeit in Straßburg bei Lazare Zetzner. Sie gilt als das dritte große Rosenkreuzer-Manifest. Das Werk erschien anonym, als Autor wird der Theologe Johann Valentin Andreae vermutet.

Die Chymische Hochzeit wird in Form eines alchemistischen Romans formuliert. Innerhalb dieses Romans erzählt ein achtzigjähriger Greis namens Christian Rosencreutz ein selbsterlebtes Abenteuer. Er lebt um 1459 in einer Eremitage am Abhang eines Berges.

Die Erzählung der Chymischen Hochzeit erstreckt sich über genau sieben Tage, an der Rosenkreutz samt Gästen durch einen geflügelten Boten zu einer königlichen Hochzeit eingeladen wird. Auf seiner Wanderung erreicht er dabei einen Berggipfel, wo er durch eine Waage geprüft wird. Diejenigen, die für tugendhaft befunden werden, dürfen der Hochzeit beiwohnen. Nachdem die Prüfung als bestanden gilt, erhalten sie ein Goldenes Vlies und werden der königlichen Familie vorgestellt. Voller Erwartungen, einer Hochzeit beizuwohnen, wird die königliche Familie geköpft und ihre Teile in sieben Schiffe verladen. Die Teile werden auf einer weit abgelegenen Insel in den Olympischen Turm gebracht, der sieben Stockwerke hat. Innerhalb der Erzählung von Christian Rosenkreutz erleben die Gäste innerhalb dieses Turmes einen Aufstieg, wobei jeder der Gäste an alchemistischen Operationen teilnimmt, die durch einen Greis und eine Frau geführt werden. Aus den königlichen Überresten gewinnt man dabei eine Art flüssiges Destillat, welches ein weißes Ei hervorbringt. Aus diesem schlüpft wiederum ein Vogel, der gemästet und geköpft wird. Die Gäste sind dazu aufgefordert, aus den Überresten zwei winzige Statuen zu formen. Diese werden so lange gefüttert, bis sie die Größe eines erwachsenen Menschen erreicht haben. Dabei stellt sich heraus, dass diese Erwachsenen der auferstandene König und die Königin sind. Nachdem dieses Werk vollbracht ist, werden die Gäste durch das Königspaar in den Orden vom Goldenen Stein eingeführt und kehren zum Schloss zurück. Christian Rosenkreutz spielt dabei noch eine besondere Rolle. Da er im Schloss in das Mausoleum eingedrungen ist, wird er von der dort lebenden Venus zum Schlosswächter gemacht. Eigenartigerweise endet aber die Geschichte in der Eremitage des Christian Rosenkreutz. Im Gegensatz zu Fama Fraternitatis starb Rosenkreutz bereits mit ca. 80 Jahren. In der Fama wird ihm jedoch ein Alter von 106 Jahren zugeschrieben


Zentrale Symbole des Rosenkreuzertums sind das goldene Kreuz und die aufblühende rote Rose. Die Deutung und Interpretation dieser Symbolik variiert je nach Rosenkreuzerorganisation zum Teil stark.

In der Synthese aus goldenem Kreuz und roter Rose spiegelt sich auf symbolischer Ebene der Gesamtcharakter des Rosenkreuzertums wider. In erster Linie symbolisiert das Kreuz den Menschen. Er ist dazu aufgerufen, sich charakterlich und innerlich soweit zu prüfen und selbst zu hinterfragen, dass er seinem Wesen nach sich von einem unedlen zu einem aufrechten, edlen Menschen wandeln soll. Dies wird durch das goldene Kreuz symbolisiert, das durch Phasen der geistigen Reinigung zu einem Edelmetall transformiert wird. Die Rose symbolisiert vorrangig die Bedeutung der Seelenessenz, die zu Tage tritt, wenn alle vier Elemente (Feuer, Erde, Wasser und Luft) in Einklang miteinander stehen. Dieser Einklang versinnbildlicht die Quintessenz. Gleichbedeutend für die Quintessenz ist im Rosenkreuzertum der Stein der Weisen. Der Weg dazu führe über die Liebe, symbolisiert durch eine aufblühende rote Rose.
Hermetisches Rosenkreuz des Golden Dawn

Zusammengefasst versinnbildlicht das Rosenkreuz einen Prozess der seelischen Läuterung oder auch einen alchemistischen Reinigungsprozess auf geistiger Ebene. Das Rosenkreuz des Gold Dawn verdeutlicht dies in der Zusammenführung alchemistischer, hermetischer und kabbalistischer Elemente.
Die Lutherrose

Kreuz und Rosen spielten als Symbole schon immer eine entscheidende Bedeutung in der Geschichte der Menschheit. Nicht alles muss jedoch mit den Rosenkreuzern in Verbindung stehen. Bereits seit Martin Luther standen Kreuz und Rose in Verbindung mit einem reformatorischen Geist. Er schrieb dazu folgendes:

„Das erste sollte ein Kreuz sein – schwarz – im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte. Denn so man von Herzen glaubt, wird man gerecht [...] Solch Herz soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Friede gibt [...] darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose steht im himmelfarbenen Feld, dass solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlische Freude zukünftig [...] Und um solch ein Feld einen goldenen Ring, dass solche Seligkeit im Himmel ewig währt und kein Ende hat und auch köstlich über alle Freude und Güter, wie das Gold das edelste köstlichste Erz ist.“

– Martin Luther: Brief vom 8. Juli 1530

Die historisch wahrscheinlichste Herleitung führt die Symbolik auf das Familienwappen von Johann Valentin Andreae zurück, das vier Rosen in einem Andreaskreuz zeigte. Andreae selbst beschreibt diese Kombination in der „Chymischen Hochzeit Christiani Rosencreutz“ als Kleidung des Christian Rosenkreuz:

Quelle: Wikipedia



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In our darkest hour.In my deepest despair
Will you still care?Will you be there?In my trials
And my tribulations. Through our doubts.And frustrations.
In my violence.In my turbulence.Through my fear.
And my confessions.In my anguish and my pain.
Through my joy and my sorrow.In the promise of
Another tomorrow.I'll never let you part
For you're always in my heart.
R.I.P Michael Jackson


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